Eine Landschaft aus Wasser – Krka Nationalpark – Kroatien ­čçş­čçĚ – Mit dem Auto ­čÜŚ durch den Balkan 05/09

Ich wate langsam durch das kristallklare Wasser. Kleine Fische schie├čen in alle Richtungen davon. W├Ąhrend die wasserdichte Actionkamera unter der Wasseroberfl├Ąche die Szene einf├Ąngt. Ich bin konzentriert. Schau nach unten bis ich eine Bewegung vor mir erkenne. Vor mir liegen winzige Inselchen mit kleinen B├Ąumen darauf und dahinter f├Ąllt ein wundervoller Wasserfall in Kaskaden langsam in den See hinunter. Erst jetzt bemerke ich das Rauschen und obwohl ich mit beiden F├╝├čen fest auf dem Grund des Sees stehe, bin ich vom Anblick des Wasserfalls hin und weg gerissen.

Wandern im Krka Nationalpark mit Hund

Wir sind schon einige Zeit im Auto unterwegs und genie├čen die Landschaften Kroatiens. Es hat uns fr├╝h aus unseren Betten getrieben. So fr├╝h, dass noch keine F├Ąhre den kleinen Pier in Skradin verl├Ąsst.

Wir beschlie├čen kurzer Hand den Ort zu passieren und auf einem kleinen Parkplatz an der Staumauer das Auto abzustellen. Von hier aus geht es gut 4 km zu Fu├č zu unserem Ziel, dem Skradinski Buk.

Skradinski Buk, dass ist ein Wasserfall der zwar nur eine H├Âhe von 45m hinunterf├Ąllt, aber daf├╝r ├╝ber 17 Stufen. Die Szenerie ist so sch├Ân, dass sie aussieht wie aus einem Film.

Aber erstmal m├╝ssen wir dort hinkommen. Also leinen wir Nala an und folgen einem kleinen Wirtschaftsweg den Stausee entlang. Schon nach wenigen Metern sind wir alleine. Lediglich ein Trupp Schw├Ąne zieht mit lautem Fl├╝gelschlag an uns vorbei. Die ersten Grillen zirpen.

Wir folgen dem idyllischen Stausee nach Skradinski Buk
Wir folgen dem idyllischen Stausee nach Skradinski Buk

Nach ungef├Ąhr 3km passiert uns das erste Touristenschiff nach Skradinski Buk. Wir sind froh, dass wir zu Fu├č unterwegs sind. Das Schiff ist proppenvoll mit Touristen.

In Skradinski Buk angekommen inspizieren wir eine Informationstafel. Es gibt hier alles was das Touristenherz h├Âher schl├Ągt. Wir suchen uns den Weg zu den Holzstegen um noch vor den Touristenmassen mit Nala uns alles in Ruhe anschauen zu k├Ânnen.

Elfi zeigt mit dem Finger auf das klare Wasser. ├ťberall blinkt und blitzt es. Kleine silberne Fische schie├čen durchs Wasser. Hier darf man anscheinend ins k├╝hle Nass. Ich kann nicht widerstehen und kremple die Hose hoch. Langsam gleite ich von der Uferb├Âschung ins Wasser. Elfi reicht mir die Actionkamera. Ich filme die Unterwasserwelt. Dabei watschel ich langsam durchs Wasser bis ich auf der anderen Seite einer Baumreihe den wundersch├Ânen Wasserfall Skradinski Buk erblicke. Ich bin baff. Nicht nur das der Wasserfall einer wundersch├Ânen Filmkulisse entsprungen zu sein scheint, nein auch ein paar wei├če Schw├Ąne tummeln sich davor, so dass die Szenerie noch kitschiger wirkt. Herrlich.

Ich gehe zur├╝ck zum Ufer und erz├Ąhle Elfi von meiner Entdeckung. Kurz nachdem ich meine Hosenbeine wieder heruntergekrempelt habe sind wir schon auf dem Weg ├╝ber eine Br├╝cke in Richtung Wasserfall um uns das Schauspiel von nahem anzuschauen. Ich mache einige Bilder, aber das Aufgebot an Touristen verhindert, dass ich das Stativ richtig aufbauen kann. Konstant passieren Touristen die kleine Br├╝cke und bringen alles ins vibrieren. Ich mach einige Fotos aus der Hand. Das muss wohl schicken.

Wir folgen den Holzstegen durch das Wasserlabyrinth. Jede Ecke birgt eine andere ├ťberraschung. Egal ob Fischschw├Ąrme, die im klaren Wasser zu schweben scheinen, oder Wasserf├Ąlle, die in kleinen Stufen herabfallen. Besonders freut sich Nala ├╝ber die Enten, die immer wieder im Schilf sitzen oder sich putzen.

An Wasserf├Ąllen mangelt es hier nicht
An Wasserf├Ąllen mangelt es hier nicht

Die Landschaft k├Ânnte uns ewig fesseln. Zu faszinierend ist das Spiel aus Fels, Schilf und Wasser, aber die schiere Ma├če an Touristen l├Ąsst uns den Ort verlassen. Es wird auf den schmalen Wegen einfach zu voll f├╝r Nala. Deshalb suchen wir uns noch einen sch├Ânen Platz f├╝r ein kleines Picknick, dann treten wir den Fu├čmarsch zur├╝ck an.

Auch auf dem R├╝ckweg passieren uns brechend volle Toristenboote. Wir sind wirklich froh da mit Nala nicht eingestiegen zu sein. Wir laufen noch fast eine volle Stunde bis wir wieder am Auto sind, aber jeder Schritt ist ein Genuss. Ein tolles Erlebnis. Offseason ist es wahrscheinlich der absolute Hammer. Ich wei├č jetzt schon, dass wir nochmal hierher kommen werden.

Den Sonnenuntergang verbringen wir wieder an der Uferpromenade von Staringrad. Wir beschlie├čen wieder zur├╝ck nach Slowenien zu fahren. Aber nicht weil uns Kroatien nicht gefallen h├Ątte, sondern einfach weil f├╝r unsere Art zu reisen es die falsche Jahreszeit in Kroatien ist. Die Anzahl der Touristen ist uns einfach etwas zu viel. Dann lieber die leeren Berge in Slowenien.

Abschied von Kroatien
Abschied von Kroatien

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